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Verka Serduchka: Biografie

Sein poppiger Ohrwurm "Dancing Lasha Tumbai" erreichte beim Eurovision Song Contest 2007 immerhin Platz 2. Dabei steckt hinter dem Pseudonym Verka Serduchka mehr als nur ein schriller ukrainischer Künstler.

Verka Serduchka beim Song Contest

Beim Eurovision Song Contest 2007 in Helsinki war er die mit Abstand schillerndste Persönlichkeit. Oder müsste es nicht vielmehr heißen: "Sie"? Schließlich kennt kaum jemand den Mann unter dem glitzernden Kostüm, der ein kurioses Zipfelmützchen und Sonnenbrillen trägt, sondern kann sich nur an sein weibliches Alter Ego "Verka Serduchka" erinnern. Für Andrij Mychajlowytsch Danylko, so der bürgerliche Name des Künstlers, stellte die Teilnahme am Song Contest 2007 nur den Höhepunkt einer großen Showkarriere dar. Mit dem Ohrwurm "Dancing Lasha Tumbai" landete er hinter den siegreichen Serben auf dem zweiten Platz und sang sich dank vollen Körpereinsatzes trotz eher bescheidener musikalischer Qualitäten in die Herzen der Fans.

Sieben, sieben, eins, zwei

"Sieben, sieben, eins, zwei", dröhnte es aus Millionen Fernseherboxen - und die Zuschauer liebten es, dem unverhohlen ausgeflippten Ukrainer bei seiner seltsamen Mischung aus Sprechgesang und satirischer Showdarbietung zuzugucken. Der Text selbst war eine eher sinnfreie Vermengung von ukrainischen, russischen, englischen und insbesondere deutschen Wörtern und Phrasen. Für Verärgerung seitens Russlands sorgte dabei die Textzeile: "Lasha Tumai", die wohl kaum zufällig wie "Russia Goodbye" klang. In Russland bekam Verka Serduchka deshalb de facto Auftrittsverbot. Er konnte es sicherlich verschmerzen, erwies sich sein Song-Contest-Beitrag doch als einer der großen Hits des Jahres 2007 in Europa und stach sogar den serbischen Siegesbeitrag "Molitva" von Marija Šerifović.klar aus.

Der Mann hinter der exzentrischen Verka Serduchka

Dass er dereinst solches Aufsehen erregen würde, hätte sich Andrij Danylko, alias Verka Serduchka, in seiner Jugend wohl nicht träumen lassen. Der am 2. Oktober 1973 geborene Ukrainer galt als schüchterner Junge und erlitt bei seinen Versuchen, künstlerisch Fuß zu fassen, zunächst Schiffsbruch. Erst in der Gestalt der ausgeflippten Dame Verka Serduchka schaffte er 1997 den Durchbruch und avancierte zu einem der populärsten ukrainischen Künstler. Außerhalb der Ukraine und Russlands fand er durch seinen skurrilen Song-Contest-Auftritt steigende Beachtung. Sein Hit "Lasha Tumbai" wurde durch den "Basshunter Remix" des schwedischen Musikers Jonas Altberg neu aufgelegt und etablierte sich als eines der erfolgreichsten, wie auch beliebtesten Stücke in der Geschichte des Song-Contests.

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