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Über den Arlington Cemetary in Washington

Bei dem Gedanken an einen Soldatenfriedhof in den USA, haben die meisten wohl sofort das Bild des Arlingon National Cemetary im Kopf. Dieser ist nach dem Calverton-Nationalfriedhof in New York der zweitgrößte Friedhof der USA. Er liegt in Arlington im Bundesstaat Virginia und grenzt an Washington D.C. und dort direkt an das Gebäude des Pentagon an. Nur der Fluss Potomac River trennt den Arlington Cemetary von der US-Hauptstadt.

Historie

In der Gegend zwischen Washington D.C. und Richmond fanden während des Bürgerkriegs etliche militärische Auseinandersetzungen statt. Die Krankenhäuser und Friedhöfe in der Umgebung waren überfüllt und so überlegte man, wo man einen großen Friedhof errichten könnte. Nahe Washington besaß die Familie von General Robert E. Lee ein großes Grundstück. Lee galt nach einer Entscheidung gegen die Vereinigten Staaten als unloyal und obwohl er immer noch großes Ansehen genoss, enteignete man ihn. Heute wird an ihn in seinem ehemaligen Wohnhaus, dem Arlington House, erinnert
Am 15. Juni 1864 wurde der Arlington Cemetary zum Friedhof und noch bevor der Vertrag fertig war, fanden hier die ersten Beisetzungen statt. 1882 erhielt die Familie Lee nach einem langen Verfahren eine Entschädigung von 150.000 Dollar.
Bisher wurden hier über 260.000 Beisetzungen durchgeführt, aktuell liegen die Zahlen bei rund 5.400 pro Jahr. Das Areal ist 252 Hektar groß und steht unter der Verwaltung des Heeresministeriums. Bisher fanden drei Staatsbegräbnisse statt: 1930 das von Präsident William Howard Taft, 1948 das von John J. Pershing und schließlich 1963 das von John F. Kennedy, auf dessen Grab eine ewige Flamme an ihn erinnert.
Im letzten Jahr wurde der Nationalfriedhof von einem großen Skandal erschüttert, denn es kam heraus, dass die Verwaltung der Gräber mehr als in die Jahre gekommen war und noch mit Karteikarten gearbeitet wurde. Unter Umständen sind etliche Gräber falsch gekennzeichnet. Von einigen weiß man es sogar, in anderen Gräbern wurden zudem gleich mehrere Urnen gefunden und man entdeckte sogar namenlose Urnen im Müll.

Grabmal des unbekannten Soldaten

Am bekanntesten auf dem Arlinton National Cemetery ist wohl das Grabmal des unbekannten Soldaten, das später in Grabmal der Unbekannten umbenannt wurde. Es liegt auf einem Hügel oberhalb von Washington D.C. im Arlington Memorial Amphitheater und ist ein Symbol für die gefallenen Soldaten der eigenen Streitkräfte. Die Anlage besteht aus sieben Marmorblöcken. Dort findet man jeweils einen unbekannten Soldaten für den Ersten und den Zweiten Weltkrieg, für den Koreakrieg und den Vietnamkrieg. Wobei letzteres Grabmal leer steht, da der Leichnam per DNA-Analyse identifiziert wurde und auf Anordnung von Präsident Clinton und auf Veranlassung der Angehörigen umgebettet wurde.
Wie alle Nationalfriedhöfe ist auch Arlington Cemetary, gewollt oder ungewollt, ein Mahnmal für die Singlosigkeiten des Krieges.

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