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Die Geschichte des Hauptbahnhof in Leipzig

An der Pleiße spotten die Leipziger Bürger, ihr 1997 wieder öffnete Hauptbahnhof sei ein Kaufhaus mit Gleisanschluss. Der Bahnhof ist flächenmäßig der größte Europas. In Bezug auf die Zahl der Geleise gibt es allerdings etliche Bahnhöfe wie etwa Frankfurt am Main oder Zürich, die mehr haben. Täglich wird der Leipziger Hauptbahnhof von rund 120.000 Pendlern genutzt in der Abfahrt und Ankunft.am Bahnhof . Schon seit etlichen Jahren wird an einem Tunnel unter der Innenstadt hindurch zum Bayerischen Bahnhof gebaut – ein Projekt, das auf viele Schwierigkeiten gestoßen ist.

Der flächenmäßig größte Bahnhof Europas

Die Fassade des Bahnhofs ist zweihundert Meter breit – das Ergebnis der historischen Entwicklung. Hier entstanden seit Ende der Dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts neben einander die Bahnhöfe für die Verbindungen nach Dresden, Magdeburg und Thüringen. Bis 1900 wuchs die Zahl der Einwohner um das Vierfache auf rund 450.000, die der jährlichen Bahnreisen auf 6,2 Millionen. Das zwang die verschiedenen Bahnverwaltungen, die Netze zu verknüpfen und ein gemeinsames Empfangsgebäude zu bauen. Vor dem Hintergrund der Reichsverfassung von 1871, die eine Durchschnittsgeschwindigkeit der Schnellzüge vorschrieb, wurde rund ein Vierteljahrhundert an einem Neubau geplant. Schon damals erhitzten sich die Gemüter über der Frage eines Durchgangs- oder Kopfbahnhofes. Der Rat der Stadt entschied sich für einen Kopfbahnhof, was umfangreiche Grundstückskäufe und einen städtebaulichen Wettbewerb erforderlich machte.

Anfänge Ende der dreißiger Jahren des 19. Jahrhudnerts

Ab 1907 wurde gebaut und die alten Gebäude nach und nach abgerissen Streiks und technische Schwierigkeiten verzögerten den Bau, so dass dieser erst zwei Jahre später als ursprünglich geplant 1915 eingeweiht werden konnte. Der sächsische Teil des Bahnhofes wurde dabei mit den modernsten technischen Errungenschaften ausgestattet. Auch nach der Gründung der Reichsbahn 1920 blieben die Betriebsführung für den sächsischen und den preußischen Teil getrennt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof durch Fliegerangriffe schwer beschädigt. In der Folge wurden die Trümmer geräumt und mit dem Wiederaufbau begonnen. Zur ersten Friedensmesse 1947 war der Bahnhof weitgehend wieder nutzbar.

"Kaufhaus mit Gleisanschluss"

Nach der Deutschen Einheit wurde der Bahnhof für umgerechnet rund 250 Millionen Euro gründlich saniert und modernisiert. Die Arbeiten waren 1997 abgeschlossen. Seither wird im Rahmen der erforderlichen Tunnel für den S-Bahn-Verkehr weiter laufend an diesem Gebäude gearbeitet. Dabei sind Pläne wieder aufgegriffen worden, die zum Teil schon mehr als fünfundsiebzig Jahre alt sind. Heute hat Leipzig ICE- und IC Verbindungen unter anderem nach Hamburg, Berlin, München und Köln. Zugleich ist der Bahnhof ein Treffpunkt zum Shoppen in Leipzig

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