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Katharina die Große: Das Wichtigste über die russische Zarin

Dieser Artikel fährt die wesentlichsten Fakten über die Zarin Katharina die Große auf. Wenn Sie also erfahren möchten, warum der Zarin von Russland als einziger Herrscherin der Geschichtsschreibung der Beiname "die Große" verliehen wurde, lesen Sie weiter!

Herkunft und Aufstieg

Katharina II. wurde am 2. Mai 1729 in Stettin geboren. 1744 reiste sie mit 14 Jahren nach Russland, wo sie mit viel Enthusiasmus die russische Sprache erlernte, sich am russischen Hof integrierte und auf Vermittlung Friedrichs II. ihren Cousin zweiten Grades, den späteren Kaiser Peter III., am 1. September 1745 heiratete. Diese Ehe verlief jedoch alles andere als glücklich: Während Großfürstin Katharina gern musizierte, viele (insbesondere politische und philosophische) Schriften las und Umgang mit bedeutsamen Aufklärern pflegte, verbrachte Großfürst Peter seine Zeit mit infantilen Spielereien, die seine glühende Verehrung für alles Preußische, insbesondere dem Militär, zum Inhalt hatten. Als dann am 5. Januar 1762 die regierende Zarin Elisabeth verstarb, kam Katharinas Ehemann an die Macht. Durch eine Vielzahl taktloser und naiver Handlungen im privaten wie im politischen Bereich, zog dieser prompt den Zorn des russischen Adels und Volkes auf sich. Nach nur 6 Monaten Regentschaft kam es dann dazu, dass Katharina und ihre Vertrauten mit der Unterstützung einiger Garderegimenter einen Staatsstreich durchführten, der mit dem Tod Zar Peters III. endete.

Innenpolitisches Wirken

Das bedeutsamste Wirken Katharinas der Großen war es, den russischen Staat innenpolitisch nach westlichen Vorbildern zu modernisieren. So erschuf die russische Zarin im Zuge der Reform von 1775 eine neue Verwaltungsstruktur, die das bisherige veraltete System ablöste. Weiterhin gehörte es zu den großen Zielen Katharinas, die Bildung zu verbessern. So wurden ab 1764 erste Volksschulen, Gymnasien sowie Ingenieurfachschulen mit dem Ergebnis gegründet, dass die Zahl der Staatsschulen, die einen freiwilligen und kostenfreien Besuch ermöglichten, von sechs im Jahr 1781 auf 316 im Jahr 1796 stieg. Außerdem wurden zahlreiche soziale Einrichtungen, wie z.B. Krankenhäuser, Obdachlosenasyle, usw. ins Leben gerufen. Des Weiteren wurde die Religionsfreiheit durch das Toleranzedikt vom 17. Juni 1773 gewährleistet. Trotz dieser und anderer Verbesserungen gab es weiterhin Unzufriedenheiten in der russischen Bevölkerung, welche z.B. im Pugatschow-Aufstand (1773–1775) mündeten. Solchen Streitigkeiten konnte zumeist jedoch mit diplomatischer oder militärischer Gewalt beigelegt werden.

Außenpolitisches Wirken

Auch außenpolitisch erzielte Katharina die Große viele Erfolge. Sie erweiterte die Grenzen Russlands wie kein russischer Herrscher vor ihr. So erlangte sie durch zwei russisch-türkische Kriege (1768–1774 & 1787–1792) Zugang zum Schwarzen Meer. Des Weiteren teilten Ende des 18. Jahrhunderts die Mächte Russland, Preußen und Österreich den Unionstaat Polen-Litauen unter sich auf, wodurch Katharina die Große 1.000.000km² Ländereien für Russland gewann. Ein "Griechisches Projekt" getaufter Plan, der die Eroberung Konstantinopels und weiterer ehemals byzantinischer Ländereien vorsah, scheiterte durch die fehlende Unterstützung Österreichs und eine Bedrohung Russlands durch die Schweden.

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