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Franchising in Deutschland - Wie funktioniert das und auf was sollte man achten?

Franchising ist ein Absatzsystem, welches aus den USA stammt. In Deutschland ist es seit Ende der sechziger Jahre bekannt und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Bekannte Franchise-Unternehmen wie McDonald's sind den meisten bekannt. Was steckt hinter einem Franchise-System?

Franchise-Geber und Franchise-Nehmer

Beim Franchising überlässt der Franchise-Geber dem Franchise-Nehmer das Recht, bestimmte Waren oder Dienstleistungen unter der Verwendung des Namens durch den Geber, das Warenzeichen, die Ausstattung oder sonstige Schutzrechte im Rahmen eines einheitlichen Marketingsystems zu verwenden. Franchising kann eine Vielzahl an Ausgestaltungsmöglichkeiten beinhalten. Kunden erkennen in der Regel nicht, ob ein Geschäft oder eine Dienstleistung als Franchise-Unternehmen geführt wird. Die Wirkung nach außen erscheint wie eine Filiale des Franchise-Gebers.
Für ein Franchise-Nehmer kann das System viele Vorteile bringen. Es ist oft ein erster Schritt in die Selbstständigkeit. Der Franchise-Geber ist verpflichtet, dem Nehmer seine Kenntnisse direkt an den Geber weiterzugeben. Dabei hat er ihn zu beraten und zu unterstützen. Der Nehmer zahlt dem Geber dafür eine Vergütung, die oftmals in Prozenten vom Umsatz festgelegt wird. Ebenso wird in den meisten Fällen eine einmalige Abschlussgebühr fällig. Diese kann mehrere zehntausend Euro betragen.

Vorteile auf beiden Seiten

Welche Vorteile hat dieses System für den Geber?
Zumeist eine schnellere Expansion, kein Konkursrisiko, keine Schuldenhaftung, keine Fixkosten wie Mieten und umsatzabhängige Einnahmen.
Welche Vorteile hat der Nehmer?
Er kann sein Geschäft weitgehend selbstständig führen, solange es im Rahmen des Vertrages bleibt. Unterstützung und Beratung erhält er durch den Geber. Das positive Image des Gebers wird übernommen.
Unternehmen wie Mail Boxes etc – MBE hat auf diese Art und Weise bisher über 120 Filialen seines Versand, Druck und Layout Dienstleistungsunternehmen aufgebaut. Was in Berlin begann, ist nun bundesweit vertreten. Mail Boxes führt regelmäßige Infoveranstaltungen für sein Franchise-Modell durch. Wie bei allen Franchise-Gebern ist auch hier das Vertriebskonzept als Nehmer zu übernehmen. Schulungen und persönliche Beratungen gehören dazu.

Portas - der Tür- und Küchenrenovierer

Wie es von Mail Boxes beschrieben wird, gilt es auch für Porta Mondial für den Immobilienvertrieb.
Nicht zu verwechseln mit Portas, dem Unternehmen für Tür- und Küchenrenovierung. Sie zählen mit rund 450 Partner in zehn europäischen Ländern zu den größten Franchise-Anbietern. Schaut man sich die Zahlen an, was zunächst an Gelder mitzubringen ist, sollte unbedingt zuvor ein Businessplan mit einer Rentabilitäts- und Liquiditätsberechnung erfolgen und durch fachkundige Stellen geprüft werden. Das können Banken, Handels- oder Handwerkskammern und Verbraucherschutzbehörden sein. Diese können insbesondere Informationen über das Unternehmen nach außen geben. Nicht zu vergessen ist dabei die Investitionssumme. Bei Portas kann sie zwischen 70.000 und 100.000 Euro plus dem benötigten Eigenkapital betragen. Portas erwartet neben einer Umsatzbeteiligung auch eine Werbebeteiligung eines festgesetzten Prozentsatzes. Dieses kann bis zu 10 Prozent betragen. Wird auf all dieses geachtet, kann ein Franchise-System zum Erfolg werden. Infos und Angebote sind unter www.franchiseportal.de zu finden.

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