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Finnische Sauna: Wodurch unterscheidet sie sich von herkömmlichen Saunen?

Schon seit Jahrhunderten ist bekannt, das Schwitzen einen besonders reinigenden Effekt hat und dass sich der Wechsel von warm und kalt positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirkt. Da sich weltweit verschiedene Saunatraditionen entwickelt haben und im Laufe der Jahre auch immer wieder weitere Saunen entwickelt wurden, die alle auf unterschiedliche Bedürfnisse abgestimmt sind, ist es eigentlich sehr schwer, von einer herkömmlichen Sauna zu sprechen. Ein Land, in der die Sauna einen sehr hohen Stellenwert hat, ist Finnland.

Die Bedeutung der Sauna in Finnland

In Finnland hat das „Saunieren“ eine lange Tradition und auch eine große kulturelle Bedeutung.
Dort gehört fast zu jedem Haus eine eigene Sauna und selbst in Mietshäusern ist meistens eine Gemeinschaftssauna vorhanden. Früher war, zumindest bei der ärmeren Bevölkerung, die Sauna der wärmste, sauberste und auch der sterilste Raum, so dass man die Versorgung der Kranken in der Sauna vorgenommen hat und hier auch die Babys zur Welt gebracht hat. Das ist heute natürlich nicht mehr der Fall. Aber immer noch gehört der Saunagang in Finnland wie selbstverständlich zum Alltag mit dazu und mitunter werden hier sogar Geschäftsgespräche abgehalten. Wenn man in Finnland zu einem Saunabesuch eingeladen wird, ist dies ein Zeichen des Vertrauens und der Gastfreundlichkeit.

Wie sieht die finnische Sauna aus?

Die klassische finnische Sauna besteht aus Holz.
Holz hat den Vorteil, dass es nicht sehr wärmeleitend ist, so dass man trotz der hohen Temperaturen in der Sauna immer noch einigermaßen die Wände und die Sitzbänke berühren kann. Die Temperaturen, bei denen man hier schwitzt, liegen zwischen 70°C und 100°C bei einer Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 10%.
Beheizt wird die Sauna mit heißen Steinen, die auf einem Ofen erhitzt werden, der entweder elektrisch oder mit Holz betrieben wird.
Früher wurden die Steine direkt mit Holzscheiten aufgeheizt, was zu einer enormen Rauchentwicklung führte.
Erst wenn die Sauna auf Betriebstemperatur war, wurde der Rauch durch eine Öffnung im Dach abgelassen. Daher auch der Name „Rauchsauna“ für die traditionelle finnische Sauna. Diese Methode wurde aber aufgrund vieler Brände immer seltener, so dass diese Saunen heute fast nur noch im Museum zu bewundern sind. In Finnland wird alle paar Minuten mit einer Kelle Wasser über die Steine gegeben, so dass eine beständige Dampf- und Hitzeentwicklung gegeben ist. Das macht ein Wedeln mit dem Handtuch, wie es anderorts praktiziert wird, überflüssig. Auch ist es in einer finnischen Sauna eher unüblich, wenn nicht sogar verpönt, Duftzusätze direkt mit in den Saunaaufguss zu geben.
Was die Finnen allerdings sehr oft mit in die Sauna nehmen, sind zusammengebundene Birkenzweige inklusive der Blätter.
Diese werden dazu verwendet, die Haut ganz leicht zu peitschen, was einen durchblutungsfördernden Massageeffekt zur Folge hat.
Außerdem geben die Birkenblätter bei dieser Prozedur einen leichten Birkenduft und eine seifenartige Substanz ab.

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