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David Cronenberg: Biografie

David Cronenberg ist ein kanadischer Regisseur, der zu Beginn seiner Karriere vor allem durch bizarre Horrorfilme bekannt wurde. Später widmete er sich auch anderen Genres. Cronenberg gilt als einer der Begründer des sogenannten Body Horror.

Einflüsse und Karrierebeginn

David Cronenberg wurde am 15. März 1943 in eine Künstlerfamilie geboren. Sine Mutter war Musikerin, sein Vater Autor und Filmcutter. An der Universität von Toronto studierte Cronenberg Literatur und fand in den Autoren Vorbildern William S. Burrows und Vladimir Nabukov Inspiration für die bizarren Welten seiner späteren Filme. Mit Ivan Reitman fand David Cronenberg einen Mentor. Für seine ersten Filmprojekte konnte er auf Mittel der kanadischen Filmförderung zurückgreifen und drehte die Horrorfilme "Shivers" und "Rabid". Bereits diese frühen Werke waren durch Cronenbergs bizarren und teilweise surrealen Stil geprägt.

Body Horror - Die Filme David Cronenbergs

In vielen Filmen David Cronenbergs spielt die Angst vor Veränderung, Deformation oder Zerstörung des menschlichen Körpers eine große Rolle. Im Remake des Horrorklassikers "Die Fliege" verschmilzt beispielsweise der Körper eines Wissenschaftlers mit einer Fliege, was bizarre und schmerzhafte Mutationen zur Folge hat. Im Unterschied zum eher unspektakulär inszenierten Original setzte Cronenberg bei seinem Remake stark auf Schockeffekte. Der Film "Crash" beschäftigt sich mit Menschen, die von Autounfällen und den daraus resultierenden Verletzungen sexuell stimuliert werden. Wegen dieser provokanten Thematik entfachte der Film einen Skandal und spaltete sein Publikum, wurde aber auch von Filmfestivals gewürdigt. So war "Crash" Preisträger des Festivals von Cannes 1996. Mit "Scanners" und "Videodrome" drehte Cronenberg billige Horrorfilme, die wegen ihrer Originalität und Härte aber noch heute einen Kultstatus in diesem Genre genießen. Später drehte David Cronenberg auch Filme über psychologische Themen. Die Romanverfilmung "Naked Lunch" handelt von einem Autoren, der sich nach dem Mord an seiner Frau in eine bizarre Fantasiewelt flüchtet. Auch wenn die späteren Filme David Cronenbergs weitgehend auf Splattereffekte und Schockszenen verzichteten und sich mehr mit ihren Charakteren beschäftigten, lässt sich auch in diesen Werken noch die Body Horror-Phase erkennen. In den Gangsterdramen "A History Of Violence" und "Tödliche Versprechen" werden Nahkampfszenen etwa unstilisiert und unspektakulär, dafür aber höchst realistisch und brutal inszeniert. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur ist David Cronenberg immer wieder in kleineren Nebenrollen, vornehmlich in Horrorfilmen, zu sehen. So hatte er etwa im Film "Jason X" einen kurzen Gastauftritt.

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