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Die Verurteilten: Ein Review

Nach einer Stephen-King-Novelle inszenierte Frank Darabont das siebenfach für den Oscar nominierte Gefängnis-Drama "Die Verurteilten". Zwar gewann der Streifen keinen einzigen davon, gilt aber seither als Liebling der Kritik und steht in der IMDB-Liste der besten Filme weit oben.

Zu Unrecht im Gefängnis: Tim Robbins

Wozu benötigt Andy ein Poster von Rita Hayworth? Maine, 1947. Bankmanager Andy Dufresne (Tim Robbins) hat glänzende Zukunftsaussichten vor sich. Bis zu jenem Tag, an dem seine Frau und deren Liebhaber brutal ermordet werden und der Verdacht sofort auf Andy fällt. Trotzdem er seine Unschuld beteuert, wird er auf Grund zahlreicher Indizien zu lebenslänglicher Haft verurteilt und in das berüchtigte Shawshank-Gefängnis überstellt. Sofort gerät der gutaussehende junge Mann ins Visier einer Gruppe von Vergewaltigern, die dem hochintelligenten Andy nachstellen. Dieser freundet sich nicht nur mit dem Schwarzen Red (Morgan Freeman) an, sondern sucht Schutz beim sadistischen Gefängniswärter Hadley (Clancy Brown) sowie dem Direktor der Anstalt selbst. Tatsächlich schafft er es, auf Grund seines überragenden fiskalischen Wissens die geldgierigen Männer für sich zu gewinnen. Als er dennoch vergewaltigt wird, bezahlen dies seine Peiniger teuer. Obwohl er im Laufe der Zeit gewisse Privilegien erhält, sehnt sich Andy nach der verlorenen Freiheit. Offenbar schmiedet er Ausbruchspläne, wie der inzwischen zum besten Freund avancierte Red vermutet. Wie er dies anzustellen gedenkt, ist ihm ein völliges Rätsel. Dennoch lässt er ihm jede Hilfe angedeihen, der er nur fähig ist. Wozu Andy ein Poster des Starlets Rita Hayworth benötigt, versteht er erst sehr viel später...

Grandioses Drama, gnadenlos gefloppt

Vorlage: Stephen King Basierend auf Stephen Kings Novelle "Die Verurteilten" schuf Frank Darabont ein Meisterwerk des Dramas. Obwohl es sich auf den ersten Blick betrachtet um einen Gefängnisstreifen handelt, sind die grundlegenden Themen des Films doch schier zeitlos wie auch universell gültig: Wie behält ein Mensch trotz sadistischer Erniedrigung seine Würde? Immer wieder wird geschildert, wie Andy Difresne, großartig von Tim Robbins verkörpert, gedemütigt und gleich einem Tier behandelt wird. Trotzdem ist sein Lebenswille übermächtig - woran fast jeder andere Gefangene zerbrechen würde, stärkt den zu Unrecht Inhaftierten nur. Kein "Oscar" für "Die Verurteilten" Apropos Unrecht: Wieso der Film "Die Verurteilten" seinerzeit in den Kinos floppte und trotz sieben Oscar-Nominierungen schlussendlich leer ausging, bleibt unerklärlich. Denn selten zuvor oder danach schaffte es ein Filmwerk derart konsequent, ein berührendes Drama ohne ärgerliche Klischees oder moralinsaure Botschaften zu präsentieren. Und dass er es trotz der düsteren Thematik versteht, stets ein Fünkchen Hoffnung und mitunter sogar grimmigen Humor aufzubringen, ist ein Verdienst von Frank Darabont, der später mit "The Mist" eine weitaus erfolgreichere Verfilmung einer Novelle von Stephen King schaffte.

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