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Wolf-Dieter Storl - Über sein Leben und Werk

Als "Schamane des Allgäus" oder "Medizinmann vom Herrenberg" wurde er in Anlehnung seines heutigen Wohnortes schon bezeichnet. Die Rede ist von Dr. Wolf-Dieter Storl, einem deutsch-amerikanischen Kulturanthropologen und Ethnobotaniker. Seine Thesen zur Naturheilkunde sind interessant und umstritten zugleich.

Sein Leben

Wolf-Dieter Storl wurde 1942 in Sachsen geboren. 1954 wanderte er als 11-jähriger mit seinen Eltern nach Ohio aus, wo er schon früh einen intensiven Zugang zur Natur und im speziellen zu Pflanzen hatte. So entschied er sich nach der Grundschule und der anschließenden High-School für ein Botanik-Studium an der Ohio State University.
Nachdem er aber feststellte, dass der klassische Laborbetrieb nicht seinen Vorstellungen entsprach, wechselt er in das Fach der Völkerkunde oder Anthropologie. Nach seinem Abschluss wurde er zunächst Assistent und in der Folge Vollzeitdozent an der Kent State University. Seinen Doktor der Ethnologie machte er 1974 mit magna cum laude in Bern, gefolgt von verschiedenen Lehrstellen am Institute for International Studies in Wien, am Rogue College in Oregon, am Seminaire pour la Formation de Socio-Therapeutes in Genf, als Gastdozent an der Universität Bern, als Visiting Scholar an der Benares Hindu University und als Lehrbeauftragter am Sheridan College in Wyoming. Eines seiner Werke gewährt einen Einblick in das Leben von Wolf-Dieter Storl. "Ich bin ein Teil des Waldes - Der Schamane aus dem Allgäu" erzählt seine aufregende Reise durch das Leben. Seit 1988 lebt er mit seiner Familie in einem abgelegenen Haus im Allgäu, schreibt regelmäßig Bücher über seine "Feldforschungen" und bietet einige Seminare zu den Themen Schamanismus und Ethnobotanik an.

Seine Werke

Durch sein Interesse an der Natur war er immer wieder auf fremde Kulturen gestoßen. Im Rahmen seiner Reisen oder seines wechselnden Wohnsitzes führte dieses Interesse ihn mal in eine Spiritisten-Siedlung in Ohio, mal zu alteingesessenen Bauernsiedlungen im Emmental. Er besuchte Medizinmänner der sogenannten Northern Cheyenne, und ließ sich bei Reisen durch Nepal und Indien auf asiatische Kulturen ein. Diese Erfahrungen prägten sein Denken und spiegelten sich in vielen seiner späteren Werke wieder. Sein erstes deutschsprachiges Buch kam 1982 heraus und trug den Titel "Der Garten als Mikrokosmos". Mittlerweile wurde dieses Buch überarbeitet und erscheint seit 2001 unter dem Namen "Der Kosmos im Garten". Weitere Werke sind u.a.: "Heilkräuter und Zauberpflanzen", "Unsere Wurzeln entdecken", "Die Seele der Pflanzen" und das Buch "Borreliose natürlich heilen". Besonders letzteres wurde vielfach durch die Schulmedizin kritisiert - in ähnlicher Manier wie es mit vielen vergleichbaren Werken mit homöopathischen Ansätzen geschieht. Für Wolf-Dieter Storl sind Pflanzen "nicht nur botanische Gegenstände, sondern haben durch ihre Wechselbeziehung mit den Menschen, auch eine kulturelle, sprachliche, heilkundliche und mythologische Identität", wie man auf seiner Website unter storl.de nachlesen kann.

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