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Wer war Adolf Merckle: Biografie

Adolf Merckle wurde am 18. März 1934 in Dresden als Sohn des Unternehmers Ludwig Merckle geboren. Nach der Forbes-Liste war Merckle 2008 der fünftreichste Deutsche mit einem Vermögen von 12,8 Milliarden Dollar. Er starb am 5. Januar 2009. In der Nähe seines Wohnhauses im Blaubeurer Ortsteil Weiler wurde er von einem Zug erfasst. Die Polizei schloss Fremdverschulden aus, außerdem wurde ein Abschiedsbrief gefunden, so dass von einem Freitod ausgegangen wird.

Adolf Merckle Ulm, der Pharma-Milliardär

Adolf Merckle studierte Rechtswissenschaften in Tübingen, Hamburg und Grenoble. Bis 1967 arbeitete er als Rechtsanwalt in Hamburg. Im Jahr 1967 verstarb sein Vater Ludwig. Er hinterließ Adolf Merckle den Arzneimittelbetrieb mit 80 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 4 Millionen DM, den er nach der Enteignung und Vertreibung aus dem Sudetenland in Blaubeuren neu aufgebaut hatte. Adolf Merckle übernahm 1967 die Leitung des väterlichen Betriebs und baute die Geschäftstätigkeit erheblich aus. In Blaubeuren gründete er 1974 das Unternehmen Ratiopharm, Hersteller von Generika. Ratiopharm ist heute in Ulm ansässig. Der Pharmagroßhandel Phoenix Pharmahandel AG wurde 1994 unter seiner Leitung gegründet. Die UTA Pharmabeteiligungen gehörten zu seiner Firmengruppe. Sie bauten in Ungarn, Tschechien und Polen seit 1999 Apothekenketten auf. Die Merckle-Gruppe mit dem Kernbereich Pharmazeutik umfasste eine Reihe weiterer branchenfremder Beteiligungen. Sie reichten von der HeidelbergerCement über Kässbohrer bis hin zum Skilift in Kleinwalsertal. Bei Rostock erwarb er 1994 das 800 Hektar große Gut Hohen Luckow und ließ es aufwendig restaurieren. Die Teilnehmer des G8 Gipfel waren dort 2007 zu Gast.
Adolf Merckle gehörte nach der Forbes-Liste zu den reichsten Deutschen. Mit einem Vermögen von 12,8 Milliarden Dollar nahm er den fünften Platz ein.

Wegen Finanzproblemen vor den Zug geworfen?

Adolf Merckle hatte den Ruf, ein leidenschaftlicher Familienunternehmer zu sein. Laut Presseinformationen hatte die Merckle-Gruppe rund 16 Milliarden Euro Finanzschulden bei einem Gruppenumsatz von 30 Milliarden Euro und 100.000 Beschäftigten. Laut Medienberichten verlor Merckle Ende Oktober 2008 durch Fehlspekulationen mit Volkswagen-Aktien bis zu einer Milliarde Euro. Der Verlust betraf offenbar nicht nur sein Privatvermögen, es drohte auch die Zahlungsunfähigkeit seiner Firmengruppe. Adolf Merckle starb am Abend des 5. Januar 2009. In der Nähe seines Wohnhauses im Blaubeurer Ortsteil Weiler wurde er von einem Zug erfasst. Die Polizei schloss Fremdverschulden aus, außerdem wurde ein Abschiedsbrief gefunden, so dass von einem Freitod ausgegangen wird. In einer Erklärung der Familie Merckle wurde bestätigt, dass Merckle aufgrund der Finanzprobleme in seinem Unternehmensimperium Selbstmord begangen hat: „Die durch die Finanzkrise verursachte wirtschaftliche Notlage seiner Unternehmen und die damit verbundenen Unsicherheiten der letzten Wochen sowie die Ohnmacht, nicht mehr handeln zu können, haben den leidenschaftlichen Familienunternehmer gebrochen (...)“ (Spiegel Online 6.Januar 2009)

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