Noch nicht registriert ? Erstellen Sie eine Overblog !

Mein Blog erstellen

Was die italienische Pizza ursprünglich ausmachte und die typischen Zutaten

Pizza, wie wir sie heute kennen und überall bekommen, sei es über den Pizza-Heimservice oder vielleicht in der romantischen "Pizzeria Roma" um die Ecke, hat nichts mit den Ursprüngen dieses Gerichtes zu tun. So saftig, vielfältig und bunt, wie Pizzen mittlerweile fast schon an jeder Straßenecke angeboten werden, waren sie vor Zeiten keinesfalls.

Pizzen heute und damals

Die eigentlichen Wurzeln der Pizza reichen bis zu den Etruskern, ca. 800 v. Chr. Zu jener Zeit war es dort üblich, Fladenbrote auf einem Stein im offenen Feuer zu backen. Da es sich dabei um eine äußerst trockene Angelegenheit handelte, kamen erfinderische Geister auf die Idee, das Brot vor dem Backen mit Olivenöl zu bestreichen und mit Kräutern zu würzen. Dieses kärgliche Gericht ist der eigentliche Ursprung der Pizza. Das Volk der Etrusker lebte in Kleinasien. Im Rahmen einer größeren Auswanderungswelle ließen sich einige Etrusker ca. 1000 v. Chr. in der heutigen Toskana nieder. So kam das mit Olivenöl bestrichene Fladenbrot nach Italien. Von dort gelangte es nach Neapel, von wo aus die Pizza ihren Siegeszug um die Welt antrat. Allerdings dauerte das noch bis ca. 1520 n. Chr. Erst dann wurde die Tomate für die Pizza entdeckt. Arme Menschen aus dieser Region fügten nämlich dem Fladenbrot zu Hause zusätzlich einige Tomatenscheiben hinzu. Schnell fanden die Neapolitaner auch heraus, dass die Pizza erst richtig gelang, wenn sie bei Temperaturen zwischen 400°C und 600°C gebacken wurden. Deswegen brachten sie die zu Hause belegten Fladen zu den Bäckern, die sie dann in ihren ca. 600 °C heißen Brotöfen buken. Da die Kräuter damals nicht wie heute aus der Gewürztüte kamen, sondern frisch verwendet wurden, waren die Hausfrauen beim Belegen ständig damit beschäftigt, die kleinen Oregano- oder Basilikumblättchen von den Stängeln zu zupfen. Das neapolitanische Wort für "zupfen" lautete damals "picea", woraus aller Wahrscheinlichkeit nach der heutige Begriff „Pizza“ entstand. 1830 schließlich wurde in Neapel die erste Pizzeria ins Leben gerufen, die "Pizzeria Pietro il Pizzaialo", in welcher die "Pizza Margherita" als Urform der heutigen Pizzen erfunden wurde.

Die Urpizza "Margherita"

König Umbertto der Erste besuchte zu jener Zeit mit seiner Gattin Margherita Neapel. Ihr Weg führte sie natürlich auch in besagte Pizzeria, in welcher sie sich drei Pizzen bestellten. Eine davon belegte der Pizzabäcker mit Basilikum, Mozzarella und Tomatenscheiben. Als das Gedeck serviert wurde, fiel Margherita auf, dass der Belag den Nationalfarben Italiens entsprach, nämlich grün, weiß, rot. Margherita war derart angetan, dass diese Pizza fortan "Pizza Margherita" genannt wurde. Jetzt war der Phantasie zum Belegen der Pizzen keine Grenze mehr gesetzt und Namen wie "Pizza Roma", "Pizza Quatro Stagioni" oder "Pizza Funghi" bekamen ihre feste Bedeutung an Tischen und in Restaurants der ganzen Welt, selbst als Internet-Pizza ist sie heutzutage erhältlich.

Gleiche Kategorie Artikel Lebensmittel

Spanische Lebensmittel für leckere, spanische Gerichte

Spanische Lebensmittel für leckere, spanische Gerichte

Jeder der einmal in Spanien Urlaub gemacht hat, ist von den Köstlichkeiten des Landes fasziniert. Warum also sollte man sich diesen Genuss nur im Urlaub in einer Bodega gönnen? Verlängern Sie Ihren Urlaub mit Delikatessen aus dem Spanienshop.
Weine aus Spanien - Alles über den Import

Weine aus Spanien - Alles über den Import

Spanien, ein Land mit vielen Gesichtern und einer großen Geschichte, lädt jedes Jahr Tausende von Urlaubern ein. Jeder Urlauber hat andere Interessen und besucht andere Gegenden. Doch in einem sind sich alle einig. Spanien hat gute Weine, gutes Essen und gastfreundliche Menschen. Ein Stückchen dieses Urlaubsgefühles kann man sich in die eigenen vier Wände hohlen – spanischen Spezialitäten und spanischen Wein.
Wie isst man Feigen ?

Wie isst man Feigen ?

Frische feigen essen, eine klebrige Sache wenn man nicht aufpasst. Wer sich schon einmal eine frische Feige vom Baum geholt hat weiß, wie der klebrige Milchsaft herausläuft, der auch leicht ätzend wirkt. Trotzdem ist wohl die Feige vom Baum die Beste, die man essen kann.
Bio Lebensmittel: Ein Trend oder die Trendwende?

Bio Lebensmittel: Ein Trend oder die Trendwende?

Um dem Thema Trend und Biokost gerecht zu werden, bedarf es zunächst einer kurzen Erläuterung der Begriffe Trend, Trendwende und Trendsetter. Ein Trend bezeichnet die geänderte Betrachtungsweise einer Bevölkerungsgruppe zu einem bestimmten Thema. Das neue Denken muss Bewegung unter den Bewohnern eines Landes, Kontinentes oder der Welt auslösen. Eine Trendwende ist ein Richtungswechsel in der Dynamik eines Trendes. Ein Trendsetter ist diejenige Person oder Personengruppe, die einen Trend ausgelöst hat.