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Steuern in der Schweiz: Alle wichtigen Informationen

Für das Thema Steuern in der Schweiz sind mehrere Gesetzgebungen interessant. Das ist zum Einen das Steuerharmonisierungsgesetz aus dem Jahr 2001 sowie die dazu gehörigen kantonalen Regelungen. Hinzu kommen zwischenstaatliche Vereinbarungen, die vor allem für Grenzgänger sehr interessant sind Die Finanzbranche der Schweiz muss darüber hinaus auch noch die Regelungen der deutschen Abgeltungssteuer mit beachten.

Die Hierarchie der Steuern im „Steuerparadies“ Schweiz

Grundsätzlich wird die Steuer in der Schweiz von drei verschiedenen Ebenen erhoben. Das sind der Bund, die Kantone und die Gemeinden. Der Bund erhebt insgesamt ein Dutzend verschiedener Steuern. Dazu gehören die Einkommenssteuer, die Verrechnungssteuer, die Spielbankenabgabe und der Militärpflichtersatz. Auch die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer, der Stempelabgaben, der Tabak- und Biersteuer, die Spirituosensteuer sowie die Mineralöl- und Automobilsteuer fließen zusammen mit dem eingenommenen Zoll dem Bundeshaushalt zu. Die Kantone erheben einige zusätzliche Steuern und erhöhen bei einigen Positionen die Prozentsätze, die vom Bund eingezogen werden. Dazu gehören die Einkommenssteuer, die Stempelsteuer und die Motorfahrzeugsteuer. Auch die Handänderungssteuer fließt den Kantonen zu. Sie stellt das schweizerische Pendant zur deutschen Grunderwerbssteuer dar. Auch die Erbschafts- und Schenkungssteuer wird von den Kantonen kassiert, während beispielsweise die Lotteriesteuer und die Hundesteuer ausschließlich den einzelnen Kommunen zufließt. Darüber hinaus profitieren die Kommunen auch von der Einkommenssteuer, der Kapitalsteuer, der Schenkungs- und Erbschaftssteuer sowie von der Liegenschaftssteuer und der Vergnügungssteuer. Dabei besteht in den Kantonen bis heute keine einheitliche Vorgehensweise. Einzelheiten dazu sind auf Seiten wie steuern.ch in Erfahrung zu bringen.

Das Doppelbesteuerungsabkommen und die Abgeltungssteuer

Wer als Grenzgänger Lohn in der Schweiz bezieht und seinen rechtlichen Hauptwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hat, der profitiert vom so genannten Doppelbesteuerungsabkommen. Dabei handelt es sich um ein zwischenstaatliches Abkommen, dessen Ziel es ist, eine doppelte Besteuerung von Einkommen im Arbeitsland und im Heimatland zu vermeiden. Die Schweiz hat seit 2008 mit mehr als hundert Ländern der Welt solche Abkommen getroffen, zu denen auch Deutschland zählt. Ebenfalls auf der Basis eines länderrechtlichen Abkommens sind die Schweizer Banken dazu gezwungen, für Kunden aus der Bundesrepublik Deutschland die Abgeltungssteuer an den deutschen Fiskus abzuführen. Um ihre Ansprüche an die Wahrung des Bankgeheimnisses zu erfüllen, geschieht dies in anonymisierter Form. Der Kunde selbst jedoch erhält von den Schweizer Banken darüber die gleichen Jahresbescheinigungen, wie er sie auch von einer in Deutschland beheimateten Bank erwarten darf.

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