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Kostenlose Handys: Warum sind sie eigentlich garnicht kostenlos?

Immer wieder bekommt man Handys verbunden mit einem Handyvertrag kostenlos oder für nur einen Euro angeboten. Solche Angebote sind zunächst verlockend, denn häufig kann man sogar hochwertige Smartphones kostenlos bekommen. Doch andererseits sind die Angebote, wenn man genau vergleicht, nicht wirklich kostenlos.

Wie kommen die günstigen Angebote zustande?

Ein Handyangebot für null Euro scheint für den Anbieter zunächst ein Verlustgeschäft zu sein. So kostet ein neues Smartphone mit moderner Ausstattung häufig 300 Euro und mehr, und dennoch kann man es mit einem Vertrag zum Handy kostenlos bekommen. Die Anbieter finanzieren das Handy jedoch häufig über einen etwas teureren Vertrag: So enthalten die Verträge häufig einen Mindestumsatz oder eine monatliche Grundgebühr, während die Verbindungspreise höher sind als bei vielen anderen Anbietern. Zudem sind die Handys häufig mit einem Sim-Lock ausgestattet, sodass sie nur mit der zum Vertrag gehörigen Sim-Karte betrieben werden können. Auf diese Weise kann sich der Anbieter das kostenlose Handy im Verlaufe von 12 oder 24 Monaten, die man an den Vertrag gebunden ist, refinanzieren.

Woran erkenne ich ein gutes Angebot?

Möchte man ein Handy kostenlos bekommen, sollte man sich den Vertrag genau ansehen. Hat man beispielsweise eine Vertragslaufzeit von 12 Monaten, dann kann man die monatliche Grundgebühr mal 12 plus die zu erwartenden durchschnittlichen Gesprächskosten addieren und erhält dann die Gesamtkosten für den Vertrag. Diese kann man mit den Kosten für ein Vertrags- oder Prepaid Angebot ohne Handy, für das zum Beispiel kein Mindestumsatz oder keine Grundgebühr verlangt werden, vergleichen. Aus der Differenz kann man dann erkennen, wie viel man mit dem Vertrag für das vermeintlich kostenlose Handy wirklich bezahlt. Liegt dieser Wert über dem normalen Marktpreis oder ist nicht wesentlich günstiger, dann kann man davon ausgehen, dass sich der Vertrag nicht lohnt.

Was für Alternativen habe ich?

Je nach individuellem Telefonverhalten kann es sich lohnen, entweder eine Prepaid-Karte ohne monatliche Grundgebühr und mit relativ niedrigen Verbindungspreisen zu verwenden, oder eben einen Vertrag mit einem Flatrate-Tarif abzuschließen. Bei beiden Optionen erhält man zwar in der Regel kein kostenloses Handy, viele Anbieter stellen ihren Kunden aber hochwertige Modelle zu vergünstigten Preisen zur Verfügung oder ermöglichen eine ratenweise Abzahlung des Kaufpreises über die Monatsrechnung. Auch wenn es auf den ersten Blick teurer erscheint, ist es sinnvoll, sich zunächst einen günstigen Vertrag zu suchen und dann nach passenden Handyangeboten zu sehen. Zudem sind solche Angebote transparenter und es ist leichter, die wirklichen Kosten zu erkennen und zu vergleichen.

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