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Cranio Sacral Therapie: Wie gut ist die alternativmedizinische Behandlungsform wirklich?

Die Cranio-Sacraltherapie ist eine sanfte, ganzheitliche Therapie. Auch wenn ihre Wirkung nicht wissenschaftlich untermauert wurde, kann sie die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und unterstützend wirken.

Entstehung und Anwendungsgebiete

In den USA weitaus bekannter, wird die Cranio-Sacraltherapie (cranio = lat. Schädel, sacrum = lat. Kreuzbein) in Deutschland nur von wenigen, ausgebildeten Heilpraktikern angeboten. Und doch kann diese manuelle Körpertherapie bemerkenswerte Erfolge bei Beschwerden wie Migräne, Tinnitus, Kieferproblemen, aber auch Depressionen und Allergien vorweisen. Die Behandlung wird in Amerika auch bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten und Parkinson-Erkrankten eingesetzt - mit positiven Resultaten.
Späte Erkenntnis
Die Cranio-Sacraltherapie stammt aus den siebziger Jahren. Damals entdeckten Ärzte mittels elektronenmikroskopischer Untersuchungen, dass die Schädelknochen beim Erwachsenen nicht völlig unbeweglich sind. Bis dahin ging man davon aus, dass die Fontanellen sich beim Neugeborenen innerhalb weniger Wochen schließen und die Schädelnähte verknöchern. Doch mithilfe der neuen Mikroskope fanden die Mediziner zwischen den Schädelnähten verlaufende Blutgefäße, Nerven und elastisches Gewebe, dass die Schädelknochen beweglich hält. Durch Zufall entdeckte man während eines neurochirurgischen Eingriffs zusätzlich, dass die Dura Mater (lat. harte Mutter) sich rhythmisch mit dem Pulsschlag des Patienten bewegte. Die Dura Mater ist ein Membransystem, beginnend im Gehirn und endend kurz vor dem Steißbein. Diese pulsierende Bewegung war zuvor noch nie beobachtet worden.
In Verbindung mit der Erkenntnis, dass die Schädelknochen beweglich sind, entwickelte John E. Upledger die Cranio-Sacraltherapie. Er stellte zwischen den rhythmischen Bewegungen der Dura Mater und den Bewegungen der Schädelknochen Verbindungen her. Diese Bewegungen kann ein entsprechend ausgebildeter Therapeut ertasten. Grundsätzlich geht man bei dieser Behandlungsform davon aus, dass der Rhythmus der Dura Mater durch Verletzungen unterbrochen wird. Ein Sturz verursacht beispielsweise eine reflexartige Muskelanspannung, um uns vor Knochenbrüchen und schweren Verletzungen zu schützen. Doch bleibt das Signal zur Muskelentspannung aus, verharrt die Muskulatur in der Anspannung und das führt auf Dauer zu Folgeerkrankungen. Kommt der Rhythmus der Dura Mater zum Stillstand, kann es zum Beispiel zu Migräne, diversen Gelenkbeschwerden und Hörstörungen kommen.

Die Behandlung

Die Craniosacrale Behandlung ist schmerzfrei. Der Therapeut wird zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten führen. Anschließend nimmt der Patient die Rückenlagen ein und der Therapeut legt die Hände in den Nacken des Patienten und kann so den Rhythmus der Dura Mater erspüren. Der Therapeut prüft die Beweglichkeit der Schädelknochen und die Gesamtheit des Membransystems bis hinunter zum Steißbein. Sobald er Störungen ertastet, versucht er den Rhythmus durch spezielle Handgriffe und Drucktechniken zu korrigieren. Eine Behandlung dauert bis zu einer Stunde. Bei chronischen Erkrankungen wie Tinnitus und Migräne sind regelmäßige Therapiesitzungen notwendig.
Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die den Erfolg der Cranio-Sacralbehandlung belegen. Die Behandlung muss deshalb von den Patienten selbst bezahlt werden.

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