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CDs kaufen oder doch lieber MP3?

Seit den frühen 1980er Jahren dominierte die CD den Musikmarkt. Doch mittlerweile gräbt der Silberscheibe das MP3 Format das Wasser ab. Sollte man auf MP3s setzen oder haben CDs noch eine Zukunft?

Klare Überlegenheit von MP3

1982 wurde die Compact Disc, kurz: CD, zum Inbegriff des digitalen Zeitalters. Mit rasend schneller Geschwindigkeit verdrängten die Silberscheiben die bis dato üblichen Schallplatten und bescherten der Musikindustrie sensationelle Umsätze. Schließlich kauften viele Musikfans ihre liebsten Alben noch einmal im damals neuen Format nach und rissen sich förmlich um jede Neuerscheinung auf CD. Etwa zur gleichen Zeit wurde am renommierten Fraunhofer-Institut in Erlangen an einem Format namens MPEG-1 Audio Layer III gearbeitet, dessen Abkürzung weitaus geläufiger ist: MP3! CD-Rohlinge leiteten die Wende ein
Natürlich konnte damals niemand ahnen, dass eben jenes Format die CD-Verkäufe einbrechen lassen würde. Aber Ende der 1990er-Jahre, im Zuge des Internet und damit dem Aufkommen von Musiktauschbörsen wie Napster, sah sich die Musikindustrie erstmals mit starken Rückgängen des CD-Verkaufs konfrontiert. Günstige CD-Rohlinge, Breitbandinternet und vor allem natürlich das MP3-Format machten es möglich, komplette Alben kostenlos auf die Festplatte zu laden und zu brennen - noch dazu ohne hörbaren Qualitätsunterschied für die meisten Musikfans. Stellt man die Vorteile von MP3 jenen der handelsüblichen Audio-CD gegenüber, ergibt sich ein klares Bild. So die MP3-Dateien nicht zu stark komprimiert wurden, sind sie klanglich kaum von den Titeln einer Audio-CD zu unterscheiden. Zudem lassen sie sich im Gegensatz zur Silberscheibe auf vielen Medien abspielen, können beliebig verändert werden und ermöglichen es, ganze Musikarchive auf einem iPod zu speichern, der kaum größer als eine Kreditkarte ist.

CDs für dauerhafte Archivierung

Was noch für CDs spricht, ist die Möglichkeit der dauerhaften Archivierung. Befindet sich eine Musiksammlung auf einer Festplatte und diese wird defekt, so sind die Dateien normalerweise unwiderruflich weg. Eine bespielte Musik-CD hingegen speichert die Daten über Jahrzehnte hinweg. Klar ist aber, dass dieser Umstand nicht ausreichen wird, um die stagnierenden CD-Verkäufe wieder anzukurbeln. Viele Shops, wie etwa Amazon, bieten längst neben der klassischen CDs auch die MP3-Versionen zum kostenpflichtigen Download an und erzielen damit prächtige Umsätze. Comeback der Schallplatte
Die Versäumnisse der Musikindustrie sind nicht mehr wettzumachen. Längst hat das MP3-Format der Compact Disc das Wasser und die Umsätze abgegraben. Während es tage- oder sogar wochenlang dauern kann, bis eine CD geliefert wird, steht ein MP3-File sofort zum Download bereit. Kurioserweise feiert ausgerechnet jenes Trägermedium ein Comeback, das von der CD verdrängt wurde: Die Schallplatte! Immer mehr Musikfans schwören auf die (angeblich) überragende Klangqualität der Platten. Somit könnte es bald soweit sein, dass ein technologisch veraltetes Medium sein weitaus ausgereifteres Gegenstück verdrängen könnte.

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