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Zen Garten - Die Philosophie dahinter

Japanische Gärten befinden sich in vielen deutschen Parks, so lässt sich z.B. in Hamburg bei "Planten un Blomen" in einem Teil der Anlagen die geheimnisvolle Ruhe, Naturverbundenheit und die Harmonie der japanischen Gartenkunst geniessen.

Die Philosophie der japanischen Gärten

Entstanden vor dem Hintergrund der japanischen Philosophie und Geschichte, werden die japanischen Gärten und die Zen-Gärten, eine spezifische Ausdrucksform derselbigen, auch von der chinesischen Gartengestaltung geprägt bzw. wurden in den Anfängen davon abgeleitet. Dies wird insbesondere durch den Einfluss zweier chinesischer Lehren deutlich. Zum Einen der chinesischen Lehre des Feng Shui, der Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung, die durch eine spezifische Gestaltung der Wohn- und Lebensräume erreicht werden soll. Sowie zum Anderen dem Prinzip von Yin und Yang, also dem weiblichen und dem männlichen Pol der Dinge, die als Ausdruck von Balance und Entsprechung von zwei Seiten der gleichen Tatsachen zu werten sind. Sowohl Chinesen als auch Japaner verfolgten bei der Gartengestaltung dasselbe Leitideal: die Sehnsucht nach dem Paradies. Dies sollte durch die harmonische Fusion von Architektur und Natur erreicht werden. Formen, Ruhe und Bewegung spielen bei der Schaffung der japanischen Gärten eine entscheidende Rolle. Das Wasser wird entweder in der Form von Brunnen und Teich (ruhig) oder als Wasserfall oder Quelle (bewegt) in den Park eingebettet. Auf Spazierwegen durch die Anlage bewegt sich der Besucher zu den schönsten Blickpunkten im Garten.
Obgleich die Philosophie dahinter dieselbe ist,gibt es unterschiedliche Arten japanischer Gärten, die dementsprechend unterschiedliche Themen reflektieren.

Der Zen-Garten als spezifische Form der japanischen Gärten

Die Geburtsstunde der Zen-Gärten liegt um das Jahr Null herum. Entscheidende Impulse bei seiner Entstehung lieferten die Philosophie des Taoismus sowie das bereits erwähnte Prinzip von Yin und Yang. Die vier Hauptelemente in einem Zen-Garten sind Steine, Moos, Bäume sowie Wasser. Wasser wird jedoch nicht im eigentlichen, sondern nurmehr im symbolischen Sinne verwendet: Kies und Sand stellen das Wasser dar. Der Sinn des Gartens liegt vorwiegend darin, dem Besucher die Meditation zu ermöglichen und zu erleichtern. Die Mönche rechen die Kiesflächen immer wieder neu und setzen Kieselsteinchen zu verschiedenen Mustern zusammen. Durch die Fokussierung auf diese einfachen Arbeiten können sie meditieren und befinden sich in einem Zustand des bewussten Tuns. Solche Arbeiten in einem Zen-Garten verfolgen auch das Ziel, die Konzentrationsfähigkeit und Kreativität zu stärken. Der Zen Garten kann zudem auch als Metapher für den menschlichen Geist in seinem idealen Zustand interpretiert werden: geordnet, einfach, ruhig und unkompliziert.

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