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Takashi Miike: Biografie

Der japanische Filmemacher Takashi Miike ist eine der produktivsten Personen der Filmindustrie. Er ist bekannt dafür, mehrere Filme im Jahr zu drehen und wirkt neben seiner Arbeit als Regisseur auch als Produzent und Schauspieler. Seine Filme werden wegen oft extremer Gewaltdarstellungen kontrovers diskutiert.

Beeinflusst durch die Unterwelt

Takashi Miike wurde am 24. August 1960 in der japanischen Stadt Yao geboren, einer armen Arbeiterstadt die als Hochburg der Yakuza, der japanischen Mafia berüchtigt ist. Miike lernte in seiner Jugend viele Mitglieder dieser Verbrecherorganisation kennen und verarbeitete seine Faszination für die japanische Unterwelt später in seinen Filmen. Er begann eine Ausbildung an der Filmhochschule Yokohama, brach das Studium jedoch ab, um ein unbezahltes Praktikum bei einem Fernsehproduzenten zu beginnen. Als Anfang der 90er Jahre der Markt für Direktveröffentlichungen von Filmen auf Video immer lukrativer wurde, sprang Miike auf den Zug auf und drehte in kurzer Zeit und mit geringem Budget mehrere dieser Videopremieren. Dieser Arbeitsweise ist der Regisseur bis heute treu geblieben, fast jedes Jahr veröffentlicht er gleich mehrere Filme.

Internationaler Durchbruch

Einem weltweiten Publikum wurde Miike erstmals durch den Film "Audition" bekannt, der im Jahr 2000 auf mehreren internationalen Filmfestivals zu sehen war, und heftige Diskussionen auslöste. Der Film folgt in den ersten zwei Dritteln seiner Spielzeit den Traditionen klassischer Kinoromanzen. Ein alternder Filmproduzent verliebt sich in eine jüngere Frau, mit der er eine Affäre beginnt. Am Ende des Films baut Miike jedoch eine überraschende Wendung sowie einen krassen Stilbruch ein, denn die Frau entpuppt sich als psychopatische Killerin, die ihren Liebhaber in extrem brutaler Weise foltert. Wegen der drastischen Szenen im letzten Drittel des Films polarisierte "Audition" die Zuschauer sehr stark, erfuhr wegen seiner stilistischen Perfektion aber auch Anerkennung durch Filmkritiker. Bei Horrorfans haben "Audition" und Takashi Miike sowie weitere seiner Filme heute Kultstatus.

Die wichtigsten Filme

Neben "Audition" ist vor allem der Yakuza Film "Ichi, the Killer" sehr populär. Der Film besteht aus unzähligen brutalen und obszönen Szenen, die Gewalt wird dabei sehr übertrieben, fast schon comichaft dargestellt. Dies führte dazu, dass "Ichi, The Killer" in vielen Ländern überhaupt nicht, oder nur stark zensiert veröffentlicht wurde. Auch die von Miike gedrehte Episode der amerikanischen Horrorfernsehserie "Masters Of Horror" machte Schlagzeilen, da Miikes Episode "Imprint" wegen ihrer Brutalität als einzige Folge der Reihe nicht im amerikanischen Fernsehen gezeigt wurde. Trotz seiner Vorliebe für brutale und schockierende Filme macht Takashi Miike auch Ausflüge in andere Genres, so drehte er beispielsweise das familienfreundliche Fantasyabenteuer "The Great Yokai War", der in Deutschland unter dem Titel "Krieg der Dämonen" erschienen ist.

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