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RWE Aktie: Lohnt sich der Kauf?

Der RWE-Konzern ist der zweitgrößte Energieproduzent Deutschlands. Die RWE AG verfehlte im 1. Halbjahr 2011 das geplante Nettoergebnis, das um 29% auf 1,67 Milliarden Euro zurückging. Der Umsatz stagniert. Ursache hierfür sind das schwache Gasgeschäft und die Energiewende in Deutschland nach der Fukushima-Katastrophe. Diese Entwicklung führte zu einem Absturz vom RWE-Kurs (WKN 703712, ISIN DE0007037129) von knapp 56 Euro im Januar 2011 auf aktuell etwa 26 Euro. Sollte der Anleger diese Schwäche für eine Investition nutzen?

RWE verabschiedet Milliardenpakete

„Der Atomausstieg hat deutliche Spuren in der Halbjahresbilanz von RWE hinterlassen. Die Gesamtbelastung durch den vorzeitigen Atomausstieg beziffert der Konzern auf 900 Millionen Euro. Darin enthalten sind Rückstellungen für die vorzeitige Stilllegung von Atomkraftwerken, die Brennelementesteuer sowie niedrigere Erzeugungsmargen.“ (Der Aktionär) Der RWE-Konzern hat deshalb im Sommer 2011 ein großes Maßnahmenpaket verabschiedet, um die Finanzkraft zu stärken und weiteres Wachstum zu sichern. Dazu gehört ein umfangreiches Desinvestitionsprogramm, mit dem RWE bis zum Ende 2013 zusätzlich 11 Milliarden Euro erwirtschaften will.
Der Vorstand will die Effizienz steigern, was sich in sinkenden Kosten und Erlössteigerungen ausdrücken soll. Durch die Ausgabe neuer und selbst gehaltener Aktien sollen weitere 2,5 Milliarden Euro in die Kassen gespült und das Eigenkapital entsprechend aufgestockt werden. Trotzdem rechnet die Unternehmensführung mit einem Rückgang von 25% beim Betriebsergebnis. Allerdings sind dies Klagen „auf hohem Niveau“ – im Jahr 2013 sollen unter dem Strich immer noch 5,9 Milliarden Euro übrig bleiben…
Das spricht für eine langfristige Geldanlage. Ein Teil der Desinvestitionsstrategie besteht darin, dass sich RWE von den drei regionalen Versorgern Süwag (Frankfurt), Kevag (Koblenz) und VSE (Saarbrücken) trennen wird. Der DAX-Konzern will durch den Verkauf rund 2,5 Milliarden Euro einnehmen.
Außerdem ist der Verkauf weiterer Beteiligungen bis Ende 2013 im Gesamtwert von 11 Milliarden Euro geplant.
Das Gewinnwachstum bei RWE ist in der jetzigen Situation hauptsächlich von steigenden Strompreisen abhängig.
Erst wenn alle Maßnahmen greifen, kann das Gewinnwachstum auch aus anderen Quellen generiert werden.

Analysten senken Kursziel

Analysten von UBS sehen das Kursziel der RWE-Aktien nunmehr bei 31 Euro, was einer Senkung um 11 Euro entspricht. Goldman-Sachs hat das Kursziel von 37 auf 35 Euro gesenkt.
Bei beiden Analysten lautet die Einstufung „Neutral“. RWE punktet mit einem noch günstigen KGV von 9,1 und einer attraktiven Dividendenrendite von 6,8 Prozent. Insgesamt schwanken die Kursziele bei verschiedenen Analysten zwischen 29 und 35 Euro. Interessierte Anleger sollten die Aktie im Auge behalten und die Bodenbildung der Kurse abwarten. Außerdem muss zu erkennen sein, ob die milliardenschweren Maßnahmen und Sparpakete erfolgreich umgesetzt werden.
Wenn im Energiemarkt die Phase der Unsicherheit vorbei und wenn der Konzernumbau bei RWE beendet ist, sollten auch die Kurse wieder steigen.

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