Noch nicht registriert ? Erstellen Sie eine Overblog !

Mein Blog erstellen

Es war einmal der Mensch: Was macht die Serie zu etwas Besonderem?

Kult seit Jahrzehnten: Die französische TV-Serie "Es war einmal… der Mensch" brachte Kindern Allgemeinbildung auf amüsante und spannende Weise näher. Kein Wunder, dass die Serie noch heute höchst beliebt und auf DVD erhältich ist.

Tausend Jahre sind ein Tag!

Wohl kaum jemand hätte mit dem lang anhaltenden Erfolg der Serie "Es war einmal… der Mensch" gerechnet, als sie 1980 erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. In 26 knapp halbstündigen Episoden erzählte die im französischen Original "Il était une fois… l’homme" betitelte Zeichentrickserie die erstaunliche Geschichte der Menschheit. Zwar wurde auch die Urzeit, inklusive Entstehung der Erde, thematisiert. Doch das Hauptaugenmerk galt dem Protagonisten: Der Spezies Mensch! Witzige Geschichtsstunde
In der von Albert Barillé erdachten TV-Serie wurde Geschichte auf höchst unterhaltsame und sogar witzige Weise nähergebracht. Dabei war es vor allem die ansprechende Form, die den Erfolg begründete. Anhand einprägsamer Figuren, wie dem weisen Erzähler Maestro, dem gutmütigen Adam oder dem verschlagenen Ekel, breitete Barillé historisches Wissen aus, fasste die wesentlichen Ereignisse in kurzen Episoden zusammen und ermöglichte es dem jungen Publikum, komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Das Motto des von Udo Jürgens gesungenen Titelsongs: "Tausend Jahre sind ein Tag" erwies sich dabei als Programm: Mitunter wurden binnen Sekunden Jahrhunderte oder gar Jahrmillionen übersprungen. Anders wäre es aber auch nicht möglich gewesen, in der gebotenen Kürze all die zahlreichen, oft unterschiedlichen Inhalte unterzubringen.

Es war einmal… der Weltraum

Gerade diese Vereinfachung sorgte ebenso für Kritik, wie auch der Umstand, dass sich der Fokus auf die Entwicklung der westlichen Kultur richtete. Da es sich um eine französische Produktion handelte, die für die Ausstrahlung in Westeuropa konzipiert war, eine nachvollziehbare Entscheidung. Mitunter wurde der moralische Zeigefinger erhoben, was für derartige Produktionen nicht weiter ungewöhnlich ist und vor allem dem Zeitgeist der 1970er-Jahre geschuldet war, als Umweltschutz und der Kalte Krieg die entscheidenden gesellschaftlichen Themen darstellten. Es war einmal ... Kult!
Später folgten ähnlich aufbereitete Serien wie "Es war einmal… der Weltraum" oder "Es war einmal… das Leben", das eine faszinierende Reise in den Körper zeigte. Gemeinsam war und ist diesen von Albert Barillé inszenierten Serien das Bestreben, Kindern und Jugendlichen Wissen zu vermitteln und zum Nachdenken anzuregen. Tatsächlich stellte etwa "Es war einmal… der Mensch" eine der ersten Kindersendungen dar, die das Zielpublikum ernst nahm, anstatt es herablassend zu behandeln oder ihm nichts zuzutrauen. Kein Wunder also, dass die Serie Kult ist und mittlerweile auch von vielen Erwachsenen mit nostalgisch verklärtem Blick genossen wird.

Gleiche Kategorie Artikel Fernsehen

Der dritte Mann: Ein Evergreen der Filmgeschichte.

Der dritte Mann: Ein Evergreen der Filmgeschichte.

Der dritte Mann, im Original The Third Man, ist ein britischer Spielfilm von 1949. Regie führte Carol Reed. Der Film spielt in Wien nach dem 2. Weltkrieg. Wien ist in Besatzungszonen der Bezatzungsmächte aufgeteilt.
Die Rosenheim-Cops: Alles zur ZDF-Serie

Die Rosenheim-Cops: Alles zur ZDF-Serie

Für so manch einen zählen die" Rosenheim-Cops" sicherlich zu den kultigsten Vorabend-Krimiserien im deutschen Fernsehen. Seit Januar 2002 sind sie regelmäßig im ZDF zu sehen und überzeugen viele wohl unter anderem durch den bayerischen Lokalkolorit.
Markus Kavka: Biografie

Markus Kavka: Biografie

Der Vielseitige Markus Kavka blickt schon jetzt auf eine Erfolgskarriere zurück. Der Journalist, Moderator, Autor und DJ machte sich gerade in der Musikszene einen Namen. Bekannt durch VIVA und MTV, hat er seit 2009, seine eigene Internetsendung auf MySpace: Kavka vs.The Web.