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Drama Filme - Ursprung und Eigenschaften dieser Stilrichtung

Das Melodrama als filmische Gattung ist eines der beliebtesten Genres. Was zeichnet ein Melodrama als solches aus und wo fand es seine Anfänge?

Bedeutende filmische Melodramen

Viele bedeutende Filme der Weltgeschichte gehören dem Genre des sogenannten "Melodramas" an, so z.B. die Klassiker „Der blaue Engel“ (Joseph von Starnberg, 1930), "Vom Winde verweht" (Regie: Victor Fleming, 1939) oder auch "Casablanca" (R: Michael Curtiz, 1942). Sowohl die Filmkritik als auch die Verfechter des europäischen Kinos der fünfziger und sechziger Jahre bewerteten das Melodram per se als etwas kritisches und Abwertendes. Im Deutschland erfolgte erst in den siebziger Jahren mit Rainer Werner Fassbinder ein bedeutsamer Umschwung in der Bewertung des Melodrams, als der junge Regisseur seiner Bewunderung für die emotionalen Filme Douglas Sirks Ausdruck verlieh. Während die anderen Vertreter des „neuen deutschen Films“ sich weiterhin thematisch auf eine intellektuelle Schwerpunktsetzung fokussierten, befasste sich Fassbinder mit der Schaffung hoch emotionaler Stoffe.

Entstehung der Gattung des Melodramas

Bereits einige Jahrzehnte vor der Einbettung in den filmischen Kontext genoss die Gattung des Melodrams eine große Popularität im Publikum - bei den Theaterbesuchern. Denn in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts kam zu den Gattungen des klassischen Theater-Dramas und der Oper eine weitere, beide verknüpfende Gattung hinzu, das Melodrama. Als Dramen- Vorläufer können u.a. die „Comical Opera“, die „Burletta“ oder die „Musical Romance“ eingeordnet werden. Kennzeichnend für die neue Gattung war, dass die Charaktere nicht sangen, ihre dargestellten und gesprochenen Handlungen jedoch von Musik untermalt wurden. Das Melodrama erfüllte den Effekt, dass der Theaterbesuch auch dem Kleinbürgertum zugänglich gemacht wurde und dass dessen Bedürfnisse nach Emotionalität und Verständlichkeit gleichermaßen befriedigt wurden. Eine Schwarz- Weiß- Darstellung der Charaktere tat ihr Übriges bezüglich der Einprägsamkeit des dargebotenen Stoffes.

Das Melodrama als Gattung im Film

Bereits die frühen Stummfilme griffen auf ihre Vorläufer im Theater zurück und behandelten Themenverwandtes: ein beliebtes Sujet waren z.B. Dreiecksverwicklungen mit unglücklichem Ende und der Fokus auf unschuldige Kindfrauen, die z.B. als arme, wehrlos Straßenmädchen ihr filmisches Dasein fristen musste und dabei stets moralisch unantastbar blieben. Ein besonderes Merkmal des Melodramas im Film stellt zum Einen das von den Hauptdarstellern angestrebte Ziel der Erfüllung von Liebe dar, welches natürlich von allerlei Gegenspielern und allgemein entgegengesetzten Faktoren jeglicher Art zu vereitelt werden droht. Intensive, bewegende Gefühle, harte Schicksalsschläge und der Prototyp des guten Märtyrers sind weitere aufzufindende Elemente, durch die sich Dramafilme auszeichnen.

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