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Schweizer Uhren: Warum sind sie so besonders?

Das Qualitätslabel „Swiss made“ deutet nicht nur auf das Herstellungsland her, sondern garantiert auch eine hohe technische Qualität, sowie ein besonderes ästhetisches Design.

Die Anfänge der schweizer Uhrmacherkunst

Heute ist die Schweiz fast untrennbar mit ihrer Uhrenindustrie und der Herstellung edler Uhren verbunden. Dabei gehörte sie bei weitem nicht zu den Pionieren des Uhrmacherhandwerks. Das waren eher Länder wie Großbritannien, Italien, Frankreich, Deutschland oder auch Holland. In der Schweiz entwickelte sich die Uhrenherstellung erst in der zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts und das auch anfangs fast ausschließlich in dem Kanton Genf. Viel mehr war die Goldschmiedekunst der blühende Wirtschaftszweig. Durch verschiedene Calvinistische Reformen kam es dann allerdings zu einer gewissen Verschmelzung zwischen der Goldschmiedekunst und dem Uhrmacherhandwerk. Die neue daraus entstandene Fertigkeit wurde bald bis weit über die Grenzen hinaus bekannt und auch andere schweizer Kantone folgten dieser Richtung. Mit der Zeit wurde die schweizer Uhrenindustrie immer bedeutender und schon bis Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich die Schweiz zu den wichtigsten Herstellern von Uhren entwickelt.

Der endgültige Durchbruch

Durch die sich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, hauptsächlich in Amerika, entwickelnde Massenproduktion, erlitt die Schweizer Uhrenindustrie dann allerdings einen tiefen Einbruch. Ein Grund, die Uhren mit immer bemerkenswerteren Neuerungen auszustatten, wie einem Kalender oder einer Stoppuhr. Ein weiteres Beispiel sind hier die ersten wasserdichten Luxusuhren der Firma Rolex aus den 1920er Jahren. Die nächste, noch größere Gefahr für die Schweizer Uhrenproduktion kam im Jahr 1967 durch die Entwicklung der Quarzuhren, an deren Weiterentwicklung sich die Schweizer erstmal nicht beteiligten. Aus dieser Krise rettete dann erst die Idee aus Uhren für Damen, wie auch für Herren ein Modeaccessoire zu machen, das sowohl die hohe Qualität einer Schweizer Uhr aufweisen konnte, aber gleichzeitig auch bezahlbar war. Das war die Geburtsstunde der Swatch, die erstmals 1983 der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Das schweizer Gütesiegel

Um mit dem Prädikat „Swiss made“ ausgezeichnet zu werden, muss eine Uhr bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Zwar dürfen für solch eine Uhr einzelne im Ausland hergestellte Teile verwendet werden. Hierbei darf es sich aber nicht um mehr als die Hälfte aller für die Uhr verwendeten Elemente handeln. Wichtig ist zudem auch noch, dass die Uhr in der Schweiz zusammengesetzt und geprüft wird. Entspricht eine Uhr allen Kriterien um die „Swiss made“ Auszeichnung zu erhalten und wurde außerdem noch mindestens einer der Produktionsschritte im schweizer Kanton Genf getätigt, darf diese Uhr "Genève", das Herkunftssiegel der Uhrenstadt Genf tragen. D ann gibt es noch die Auszeichnung "Poinçon de Genève", zu deutsch: „Genfer Stempel“.
Diese Auszeichnung wird vom Genfer Büro für die Kontrolle von Uhren an die Zeitmesser verliehen, bei denen noch einmal extra 12 Richtlinien eingehalten werden. Unter anderem muss diese Uhr komplett in Genf hergestellt worden sein und ein nummeriertes Uhrwerk vorweisen können.

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