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Einfamilienhaus bauen: Welche Kalkulationen sollte man nicht ausser Acht lassen?

Ein eigenes Haus ist der Traum vieler Paare und Familien. Doch er treibt viele an den Rand ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit. Daher will der Traum gut kalkuliert werden, damit daraus kein Albtraum wird.

Wer die Wahl hat...

Bevor überhaupt die ersten Bagger anrollen, müssen sich Häuslebauer zunächst genau informieren, mit wem sie dieses Abenteuer wagen wollen. Soll es ein individuelles Haus vom Architekten sein, eines vom regionalen Bauunternehmer oder einem großen Fertighaus. Unternehmen die massive Fertighäuser aus einem Katalog anbieten, sind oft günstig und können den endgültigen Preis recht gut vorhersagen, da alle Häuser bereits mehrfach gebaut wurden. Es empflielt sich, vorher Erkundigungen über das Unternehmen einzuholen - steht es kurz vor einer Insolvenz oder hat schlechte Kritiken bekommen? Wichtig ist auch, dass eines der vorgegebenen Häuser gefällt, denn größere Änderungen können teuer werden. Kataloge anfordern, Musterhäuser ansehen oder den Kontakt zu ehemaligen Kunden erstellen lassen. Wer ein Haus real betritt, kann viel besser beurteilen was gefällt und was nicht.
Anschließend sollten Angebote für das Traumhaus eingeholt werden. Es empfielt sich wie immer im Kleingedruckten zu lesen. Sind zum Beispiel für die Fliesen im Haus nur fünf Euro pro Quadratmeter eingerechnet, obwohl 45 Euro eher realistisch wären? Ist für Bäder ein realistischer Betrag eingesetzt?
Wichtig ist auch die Entscheidung für ein Energiekonzept. Bestimmte Grundsätze sind vorgeschrieben, wie zum Beispiel regenerative Energien zu nutzen. Doch soll es ein Energieeffizienzhaus 55, 70 oder 85 oder gar ein Passivhaus werden? Wer mehr Energie spart als vorgeschrieben, kann zum Beispiel auf günstige Kredite der KfW-Bank zugreifen. In einigen Bundesländern wie etwa Hamburg werden Passivhäuser, die ohne eigentliche Heizung auskommen, mit hohen Zuschüssen bedacht.
Nicht zu vergessen bei der ersten Kalkulation sind auch die Nebenkosten für Bauantrag, Wasser-, Strom- und Telefonleitungen, Pflasterarbeiten, Gartenanlage und Carport.

Aufgepasst während der Bauphase

Auch wenn die Entscheidung für das richtige Haus und das passende Bauunternehmen bereits gefallen ist, endet die Zeit der Prüfung nicht. Denn einige Kosten entstehen erst während der Bauphase. Zum Beispiel, wenn sich der Bauherr doch für Echtholzparkett statt Fliesen entscheidet oder für eine große Badewanne. Deutliche Preissprünge sind möglich, wenn es Holz- oder Aluminium- statt Kunststofffenster sein sollen.
Vielleicht sind auch noch Extraleistungen gewünscht wie die Verlegung von Satellitenkabeln im Haus oder eine Alarmanlage. Oder sollen es Jalousien an den Fenstern sein?
Wer Geld sparen möchte, kann bei vielen Bauunternehmen auch Eigenleistungen einbringen. Doch Vorsicht, die Arbeiten dürfen nicht unterschätzt werden. Zu Malerarbeiten gehört zum Beispiel auch Verspachteln von Decken und Wänden. Vom Laien ausgeführte Elektroinstallation führt schnell zu mehr Kosten statt zu Ersparnis.
Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann Angebote der Baufirmen bei der Verbraucherzentrale oder anderen Experten prüfen lassen und auch während der Bauphase kann der Fachmann kalkulieren helfen.

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