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Die Nebel von Avalon: Eine Rezension

"Die Nebel von Avalon" ist ein 1982 veröffentlichten Fantasy-Roman der amerikanischen Autorin Marion Zimmer Bradley. Erzählt wird die Geschichte von König Artus aus sich seiner Halbschwester Morgaine. Der Bestseller wurde im Jahr 2000 verfilmt.

"Die Nebel von Avalon": Liebe, Eifersucht und Schicksal

Im Zentrum des Fantasy-Romans steht die Geschichte von König Artus und seinen Rittern der Tafelrunde. Als sich das Christentum in England verbreitet und den alten Glauben zusehends verdrängt, beschließen Viviane, die Herrin vom See und Hohepriesterin Avalons, und Taliesin, der Merlin Britanniens, Vivianes Schwester Igraine mit Uther Pendragon zu verheiraten. Ihr Kind soll Christen und die Anhänger des alten Glaubens miteinander vereinen. Viviane nimmt Morgaine, Igraines Tochter aus erster Ehe, bei sich auf und bildet sie zu ihrer Nachfolgerin aus. Bei der Zeremonie des Hirschkönigs und der jungfräulichen Jägerin, treffen Morgaine und Artus aufeinander und verbringen die Nacht miteinander. Erst am nächsten Morgen entdecken sie, wer der andere ist. Wütend stellt sie Viviane zur Rede und verlässt die Insel. Bei ihrer Tante Morgause bringt sie einen Sohn auf die Welt, Mordred. Sie überlässt ihn Morgause und geht zurück nach Camelot zu Artus, verschweigt ihm aber, Vater zu sein. Taliesins Nachfolger Kevin will Avalons Kelch dem christlichen Bischof überlassen, Morgaine empfindet dies als Verrat und verbirgt den Kelch mittels Magie vor der Welt und kehrt nach Avalon zurück. Während Artus' Ritter den heiligen Gral zu suchen, beansprucht Mordred Englands Krone. Beide sterben im Kampf. Morgaine bringt Artus' Leichnam nach Avalon und bettet ihn zur letzten Ruhe.

Eine feminine Sicht auf die Artussage

"Die Nebel von Avalon" erschien 1982 erstmalig im New Yorker Verlag Alfred A. Knopf. Häufige wird der Roman feministisch-esoterisch interpretiert, da der Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat und der Konflikt zwischen Heiden- und Christentum thematisiert wird. Durch die emotionalen Schilderungen der Erzähler werden diese gesellschaftlichen Veränderungen besonders anschaulich dargestellt. Auch die Einblicke in das Seelenleben und die Gedanken der Hauptfiguren, die die Leser nur aus der Mythologie oder mittelalterlichen Überlieferungen kennt, machen die Geschichte lebendig und greifbar. Marion Zimmer Bradley begeisterte sich seit Kindesbeinen an für den Stoff der Artussage. Für ihren Roman unternahm sie aufwendige Recherchen, reiste von Bibliothek zu Bibliothek und nahm sogar Kontakt zu neopaganen Religionsgemeinschaften auf, um ein fundiertes Bild der keltischen Religion zu präsentieren. Dabei übt Bradley keine Kritik, - weder am Christentum, noch an der keltischen Religion - sondern geht respektvoll mit dem keltischen Brauchtum und den Glaubensvorstellungen um.

"Die Nebel von Avalon" und die Nachwirkungen

"Die Nebel von Avalon" brachten mehrere Fortsetzungen hervor, zwei davon wurden jedoch erst nach dem überraschenden Tod von Marion Zimmer Bradley veröffentlicht. Ihre Schwägerin Diana L. Paxton stellte die Romane aus den zahlreichen Aufzeichnungen Bradleys fertig. Im Jahr 2000 verfilmte Uli Edel den Roman als Zweiteiler, die "The Mists of Avalon"- DVD erschien noch im selben Jahr.

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