Damaskus: Die schönsten Sehenswürdigkeiten und andere Empfehlungen
Damaskus, die Hauptstadt Syriens ist zugleich moderne Fünfmillionenmetropole und geschichtsträchtige orientalische Stadt wie aus 1001 Nacht, dazu mit einem Hauch südländischen Flairs. Dieser Mix macht Damaskus zu einer der schönsten Städte Arabiens.
Damaskus, die Mutter aller Städte
Im blumigen Arabisch wird Damaskus gern die „Mutter aller Städte“ genannt. Kein Wunder, ist doch Damaskus, das auf Arabisch Dimashq heißt, eine der ältesten Städte der Welt. Seit mehr als 7000 Jahren ist diese Gegend schon von Menschen bewohnt und diese reiche Geschichte mit den vielfältigen kulturellen Einflüssen hat einen einzigartigen Mix geschaffen, der einen faszinierend vielgestaltigen Einblick in die Kulturen ganz Arabiens gestattet. Damaskus zwängt sich hinein zwischen den Berg Jebel Qassyun und die fruchtbare grüne Ebene der Ghuta, die in die Wüste übergeht. Der Fluss Barada trennt die Stadt in die Altstadt im Süden und die Neustadt im Norden mit den Vierteln Abu Rumane, Rauda und Al Malki. Nichts an der Millionenmetropole Damaskus wirkt so chaotisch wie beispielsweise Kairo, die Damaszener sind gelassen, freundlich und höflich und dabei den Genüssen des Lebens ausgesprochen zugetan, was fast mediterran anmutet.
Altstadt und Hauptsehenswürdigkeiten von Damaskus
Die gesamte Altstadt südlich des Flusses Barada gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit ihrem einzigartigen Flair ist sie immer noch viel mehr geschichtsträchtiges Schaufenster der Kulturen als Touristenrummel. Und noch immer ist Damaskus auch ein religiöses Zentrum und neben Mekka, Medina und Jerusalem wichtigster Pilgerort des Islam. Wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Umayyaden-Moschee, eine der bedeutendsten Moscheen der Welt. Erbaut auf den Resten eines Jupiter-Tempels wurde sie zunächst als christliche Kirche genutzt und war dem von Christen und Muslimen verehrten Johannes dem Täufer gewidmet, dessen Schädel dort in einem Mausoleum beigesetzt sein soll. Umayyaden-Kalif Al Walid ließ die byzantinische Kirche zur Moschee umbauen. In einer Halle wurde der Prophetenenkel Hussein, der Märtyrer der Schiiten beigesetzt. So wurde die Moschee eine Pilgerstätte vor allem der Schiiten. Besonders beeindruckend sind die goldenen Mosaiken. Sehenswert in Damaskus sind auch das Mausoleum Saladins, des großen Kalifen und Gegenspielers der Kreuzritter, außerdem die Zitadelle, die heute für Veranstaltungen genutzt wird, und das Nationalmuseum. Alles ist bei einem Altstadtbummel gut zu erreichen.
Die Souqs von Damaskus – Orientalische Märchenwelten
Ein Muss ist natürlich ein Besuch der Souqs der Altstadt mit ihren engen Gassen und vielen Läden, die nach Branchen geordnet sind, so hat man immer das ganze Angebot in einer Gasse konzentriert. Beginnen kann man mit dem „Haupt-Souq“ Al Hamdiye, der von allen Souqs der am meisten auf Touristen angepasste ist. Das ganze Bild bekommt man, wenn man auch die Nebengassen der anderen Souqs mit allen Sinnen aufnimmt, die bunten Farben, den Geschmack des Buza-Eises und den Geruch der Gewürzvielfalt.