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Moderne Architektur im 21. Jahrhundert

Der Terminus „Moderne“ bezieht sich auf verschiedene Strömungen, die z.T. ineinander übergehen und sich oft nicht eindeutig voneinander abgrenzen lassen, so z.B. der Bauhausstil, der Expressionismus oder die Neue Sachlichkeit.

Leitprinzip: Die Form folgt der Funktion

Die technische Grundlage für die Architektur der klassischen Moderne liefert die Verwendung der Baumaterialien Stahl, Glas und bewehrter Beton (Stahlbeton). Die theoretischen Leitlinien der klassischen Moderne, nach denen sich die praktische Architektur ausrichtete, lassen sich anhand dreier primärer Prinzipien erkennen:
Form follows function (Louis Sullivan) – Die Form folgt der Funktion, Less is more – Weniger ist mehr (Ludwig Mies van der Rohe) sowie die Kernaussage einer schon 1908 von Adolf Loos verfassten Polemik: Ornament und Verbrechen. Dementsprechend soll sich im Rahmen der modernen Architektur die Gestaltung von der architektonischen Funktion ableiten. Deutlich gemacht wird dies z.B. an der Sichtbarkeit des Bauskeletts eines Gebäudes. Zudem dominiert eine schlichte, simplizistische Aufmachung und Ausgestaltung.

Schlichtheit versus ornamentale Üppigkeit

Ein wesentliches Merkmal der modernen Architektur stellt die Ablehnung gegen den Ornamentsbegriff dar, die von Adolf Loos geprägt wurde. Loos sprach sich aufs Deutlichste gegen den Einsatz des Zierornaments aus, das vorherige Architekturbewegungen wie den Jugendstil maßgeblich mitbestimmt hatte. So kann denn auch die Moderne insgesamt als Gegenbewegung zur Stilimitation des neunzehnten Jahrhunderts mit seiner ornamentalen Üppigkeit interpretiert werden. Über den Bauhausstil in Weimar und Dessau, der heute weltweit als Heimstätte der Avantgarde der klassischen Moderne auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst angesehen wird,
wurde die moderne Architektur dann zu einer eigenen Stilrichtung propagiert.

Historische Einbettung

Zeitlich von Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts an angesetzt, verstärkte sich die Tendenz zur modernen, zeitgenössischen Architektur hin nach dem Zweiten Weltkrieg. Beim Wiederaufbau in Europa wurde der Einsatz neuer Techniken bei der Produktion von Glas und Stahl und die Verwendung von Stahlbeton zur Grundlage der Stadtentwicklung. Diese näherte sich wiederum an die architektonischen, politischen und sozialen Bewegungen der Zeit an. In den USA fand die Moderne ab den Dreißiger- und Vierziger-Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts Einzug und verbreitete sich von dort aus über weite Teile der Welt. Als Reaktion auf die geometrischen Konstruktionen in Amerika und Großbritannien versuchte eine neue Architektengeneration auf die Wünsche und Bedürfnisse der Stadtbewohner einzugehen. Die italienischen, die amerikanischen sowie die spanischen Schulen, die sich gegenüber den älteren Vertretern der modernen Architektur deutlich abgrenzten, legten ihren Schwerpunkt deutlich auf die urbane Architektur. Bedeutende Architekten der modernen Architekturbewegung waren u.a. Walter Gropius, Ludwig Mies Van der Rohe, Erich Mendelsohn, Frank Lloyd Wright sowie Le Corbusier.

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