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Alles über das Arno Breker Museum

Wohl kaum ein zweiter bildender Künstler des 20. Jahrhunderts war so umstritten wie der Bildhauer, Grafiker, Zeichner und Architekt Arno Breker (1990- 1991). Das gilt sowohl für seine enge Nähe zum Nationalsozialismus wie sein künstlerisches Schaffen

Der Künstler war dem Nationalsozialismus eng verbunden

Arno Breker war dem Nationalsozialismus in seinem Denken wie in seinem Schaffen nahe wie kaum ein zweiter Künstler. Entsprechend vereinnahmten ihn die Nationalsozialisten, aber andererseits nutzte Breker auch skrupellos alle Möglichkeiten, die ihm diese Zeit bot. Das schloss ein, dass er sowohl beim Bundesgenossen Italien wie in den besetzten Gebieten zum Inbegriff der neuen deutschen Kunst wurde. Willig stellte er sich Albert Speer für dessen Umsetzung der größenwahnsinnigen Ideen Hitlers zur Verfügung Dafür wurde er reich beschenkt und erhielt alle finanziellen wie technischen Möglichkeiten, um Bildhauerarbeiten im Größtmaßstab auszuführen. Gewissenlos bediente sich Breker Kriegsgefangener und Zwangarbeiter für seine Arbeiten und ließ sich noch 1944 in einem Monumentalfilm der Leni Riefenstahl verherrlichen. Viele seiner in dieser Zeit entstandenen Arbeiten stehen als Arno Breker Skulpturen noch heute, ohne dass die breite Öffentlichkeit weiß, dass diese mit seinem Namen in Zusammenhang zu bringen sind.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg gut im Geschäft

Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang es Arno Breker der amerikanischen Besatzungsmacht weiszumachen, er habe im besetzten Paris Pablo Picasso vor dem Zugriff der Gestapo bewahrt und auch sonst Widerstand geleistet. Die Spruchkammer stellte ihm einen „Persilschein“ aus und reihte ihn lediglich als „Mitläufer“ ein. 1950 zog Breker nach Düsseldorf, wo gerade ein einstiger Speer-Vertrauter Leiter des Stadtplanungsamtes geworden war. Zwar erhielt Breker keine öffentlichen Aufträge mehr, wohl aber solche bekannter Industrieller wie Schickedanz, Quandt oder Oetker. Und wurde fürstlich bezahlt Bald war Breker wieder wer. Noch bis in die Achtziger Jahre schuf Breker Statuen von Sportlern wie etwa Ulrike Meifahrt. Auch als Architekt war Breker wieder tätig wie bei der Konzern-Zentrale des einstigen Gerling-Konzerns in Düsseldorf. Die wurde ob irrer Monumentalität im Volksmund als „Kleine Reichskanzlei“ verspottet.

Schlos Nörvenich bewahrt die Erinnerung an Arno Breker

Auf Schloss Nörvenich bei Köln wird in einem Arno Breker-Museum „des bedeutendsten Bildhauer der klassischen Tradition des 20. Jahrhunderts“ gedacht. Hier wird er in eine Reihe mit Auguste Rodin und Charles Despau gestellt. Der Franzose Roger Peyrefitte war Vorsitzender des Gründungskuratoriums. Offizeill dient das Museum der Sammlung europäischer kunst. Es rühmt sich, die größte öffentlich zugängliche Sammlung von Werken des Künstlers zu sein Geöffnet ist es nur von Mai bis September an den Wochenenden Ungewöhnlich ist der niedrige Eintrittspreis von gerade einmal drei Euro. Preiswert angesichts der Monumentalität der Arno Breker Werke.

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