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Reha in Deutschland - Mein Tagebuch
Marie Marie
Artikel : 54
Seit : 10/05/2014
Kategorie : Humor

Artikel zu entdecken

Mittwoch, 23. Mai

Heute war ich ganz oben auf der Kletterwand. Bis zur Decke! Es war nicht einfach, dort hochzukommen, da mein linkes Knie so gar nicht mehr tut, was es ohnehin nicht besonders tut, aber mit straffer Seilzughilfe hing ich schlussendlich in 8 Meter Höhe an der Wand. Das Gruseln angesichts der Tiefe war deutlich geringer als beim letzten Mal. Auch das

Donnerstag, 24. Mai

Fassungslos, wütend, traurig. Weg ist sie, die gestrige Gelassenheit. Aber ich hätte mir denken können, dass der zahlende Hausherr dafür sorgt, dass die Ärzte schon das passende Ergebnis liefern, was dann Grund sein wird, dass der zahlende Hausherr künftige Erwerbsminderungsanträge ablehnen kann. Früher haben Tabakfirmen bei Ärzten Gutacht

Dienstag, 22. Mai

Ein schwieriger Tag. Der gestrige Bewegungsmangel hat eine Nacht mit heftigen Hüftschmerzen zur Folge. Stundenlang wälze ich mich, um eine schmerzfreie Position zu finden. In den Morgenstunden schlafe ich endlich ein. Als der Wecker klingelt quäle ich mich zum Frühstück. Bereits um 8 Uhr erwartet mich – ungeduscht – die Ultraschall-Behandl

Samstag, 26. Mai, Abschied

Die besten Zeiten sind wirklich vorbei! So habe ich mich in der letzten Nacht gefühlt, nicht nur ob meiner maroden Gebeine. Lautstark telefoniert ein Stockwerk schräg über mir ein Herr. Inzwischen ist es weit nach Mitternacht und das Gespräch dauert bereits mehr als zwei Stunden. Wahrscheinlich ist eine Frau am anderen Ende der Leitung. Natürl

Pfingststonntag, 20. Mai

Die Sonne lacht vom tiefblauen Himmel, die Vögel zwitschern und dunkelgrün pflügt sich die Weser durch das Tal. Es ist ein Bilderbuch-Pfingstsonntag. Nach einem späten Frühstück gammelt unsere Gruppe bis zum Mittagessen am Gradierwerk herum. Auf Tüchern und Kissen liegend lesen wir, plaudern wir, lachen wir, genießen wir. Nach dem ungewohnt

Pfingstmontag, 21. Mai

Ungeduscht zum Frühstück. Da ich plötzlich überraschend gut schlafe, nutze ich jedes Sekündchen aus, bevor ich kurz vor Thekenschluss im Speisesaal erscheine. Formvollendet entschuldige ich mich bei der auffallend dünn gesäten Schar meiner Mitstreiter und ernte fassungslose Blicke. Dass ich dreieinhalb Wochen gebraucht habe, um an diesen Pun

Donnerstag, 17. Mai

Na gut, das habe ich jetzt eigenhändig verbockt. Dass Therapeuten und Ärzte sich untereinander austauschen und dass bei Fallbesprechungen über einzelne Patienten geredet wird, ist eigentlich klar. Und den von ärztlicher und psychologischer Seite geäußerten Verdacht, meinem Knie und Kopf gehe es nur deshalb schlecht, weil ich Bewegung nicht ge

Samstag, 19. Mai

Nichts Besonderes heute. Ganz Reha-Profi komme ich eine knappe Viertelstunde vor Frühstücksende in den Speisesaal in der Hoffnung, mir den Teller vollzupacken und dann gemütlich und lang zu frühstücken. Natürlich bin ich nicht die Einzige mit dieser Idee: es gibt einen gewaltigen Rückstau. Insbesondere an der Ecke mit den Backpflaumen herrsc

Freitag, 18. Mai

Die Nacht war schlafarm. Mehrfach stehe ich auf und hole mir aus der Kühleinheit eine Etage tiefer ein frisches Coolpack, um den nahenden Kopfschmerz in Schach zu halten. Gegen Morgen wird es besser. Als der Wecker klingelt, drücke ich – wie immer - kurz auf die Snooze-Taste. Und erwache zwei Stunden später. Eigentlich sollte ich jetzt nach ei

Freitag, 25. Mai, der letzte Tag

Ein Irrenhaus! So fühlt sich auch am Ende wieder das an, was hier der tägliche Wahnsinn so mit sich bringt. Die Nacht war – wen wundert´s – reichlich unerfreulich. Viermal habe ich Coolpacks geholt, bin in der Morgendämmerung kurz und unruhig eingeschlafen, um mit hämmernder Migräne aufzuwachen. Ich nehme Triptan und schleiche zum Ultrasc